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| Betablocker (Blutdrucksenker) | 328 Wörter lesen |
Betablocker Wirkweise: Betablocker unterdrücken die blutdrucksteigernde Wirkung von Stress-Hormonen wie Adrenalin und Noradrenalin, indem sie deren Andockstellen am Herzmuskel blockieren, die so genannten Beta-Rezeptoren. Betablocker senken nicht nur den Blutdruck, sie verlangsamen auch das Herzschlagtempo und verringern den Energiebedarf des Herzens. Anwendung: Betablocker werden zur Behandlung erhöhter Blutdruckwerte allein oder in Kombination mit anderen blutdrucksenkenden Medikamenten (z. B. Diuretkika, ACE-Hemmer) eingesetzt. Weitere Anwendungsbereiche sind Angina pectoris (Herzenge), Herzinfarkt, Herzschwäche und Herzrhythmusstörungen. Daneben werden Betablocker auch zur Linderung der Symptome bei Angst- und Erregungszuständen oder zur Vorbeugung von Migräneattacken verschrieben. Besonderheiten: Wichtig für Menschen mit Übergewicht und Diabetes: Betablocker können den Fettstoffwechsel ungünstig beeinflussen (Abfall des schützenden HDL-Cholesterins, Anstieg der Triglyzeride), die Insulinempfindlichkeit verschlechtern und eventuell auch Warnzeichen einer Hypoglycämie wie Zittern oder Herzklopfen verschleiern. Zwischen den einzelnen Betablockern bestehen zum Teil erhebliche Unterschiede ihrer Wirkung (z. B. eher blutdrucksenkend, eher herzfrequenzsenkend), aber auch ihrer Nebenwirkungen. Risiken: Bei verschiedenen Krankheiten können Betablocker die Symptome verschlechtern (z. B. Asthma, Durchblutungsstörungen der Beine). Sie können eine Schuppenflechte auslösen oder verschlechtern, aber auch Potenz- und Libidostörungen verursachen. Dosierung: Die Dosierung der zahlreichen verschiedenen Präparate wird im Einzelfall vom Arzt festgelegt. |
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